Love Data Week

Vortragsreihe zur internationalen Love Data Week

Die Love Data Week (LDW) ist eine globale Aktionswoche, die sich auf die Bereiche Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement konzentriert. Mit dem Thema "My Kind of Data" wird die weltweite Datenliebe im Zeitraum vom 12. bis 16. Februar 2024 durch eine Vielzahl von Veranstaltungen gefeiert. Die FDM-Initiativen im deutschsprachigen Raum streben an, durch verschiedene Events und Formate an der Love Data Week vermehrt Aufmerksamkeit für das Forschungsdatenmanagement zu generieren.

Programm und Zugangsdaten

Im Rahmen des Datenkompass M-V (DKMV) organisieren die Universitätsbibliotheken Greifswald und Rostock eine Online-Vortragsreihe im Rahmen der Love Data Week über allgemeine Aspekte und aktuelle Fragen zum Thema Forschungsdatenmanagement. Im Anschluss an die Vorträge gibt es Zeit für Fragen und Diskussionen.

Folgende Veranstaltungen sind geplant:

Montag, 12.02.2024

"Was ist Forschungsdatenmanagement?"
13:00 Uhr, 30 min, Carolin Gloede (Universitätsbibliothek Rostock)

Der Beitrag beleuchtet die Definition von Forschungsdatenmanagement, erläutert welche Bedeutung das Forschungsdatenmanagement in der Wissenschaft hat und skizziert den Lebenszyklus von Forschungsdaten. Abschließend werden die Herausforderungen im Umgang mit Forschungsdaten aufgezeigt. Der Vortrag bietet somit eine umfassende Einführung in das Forschungsdatenmanagement, um die Teilnehmenden in die Thematik einzuführen und ihr Verständnis für ein effektives Datenmanagement zu verbessern.

 

 

Dienstag, 13.02.2024

"Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften"
13:00 Uhr, 45 min, Fabian Schmitt (Universitätsbibliothek Greifswald)

Der Umgang mit Forschungsdaten spielt nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in den in Teilen zunehmend digitaler arbeitenden Geisteswissenschaften eine immer größere Rolle. Die Erstellung digitaler Editionen, die Bearbeitung von digitalisierten Texten mit OCR oder die linguistische Untersuchung großer digitaler Textcorpora sind fester Bestandteil der Forschungslandschaft. Ausgehend von den in den letzten Jahren geführten Diskussionen innerhalb der wissenschaftlichen Community zeigt der Beitrag auf, welche Daten in den Geisteswissenschaften als Forschungsdaten in Frage kommen und warum sich FDM-Konzepte aus den MINT-Fächern nicht einfach übertragen lassen.

"elabFTW: Electronic Lab Notebooks for research documentation in and beyond the lab"
13:00 Uhr, 60 min, Sascha Genehr, Kai Budde-Sagert (Universität Rostock SFB 1270 ELAINE)

Are you using a notebook to document your scientific experiments or thoughts? Do you sometimes have difficulties finding the information you need, for example, a specific protocol, data, or documentation of how to use a lab device? Electronic lab notebooks (ELNs) can be used wherever you have access to a browser with an internet connection. We will briefly introduce to you the ELN eLabFTW, which we employ in the collaborative research center “ELAINE”. A live demo will show the advantages and possibilities of using an ELN in or outside a lab.

 

 

Mittwoch, 14.02.2024

"Versionsverwaltung: Eine Einführung in Git"
13:00 Uhr, 90 min, Johannes Michael, Felix Woitzel (Universität Rostock, ITMZ, SFB 1477 LiMatI)

Sie fragen sich wie Sie verschiedene Versionen von Software oder eine große Menge von Dateien verwalten können, oder haben schon öfters von GitLab und GitHub gehört, sind sich aber nicht sicher, ob solche Systeme für Sie geeignet sind? Mit solchen Git-basierten Versionsverwaltungssystemen wird eine effektive Zusammenarbeit mehrerer Personen an gemeinsamen Dokumenten möglich. Obwohl diese Tools vor allem im Bereich der Softwareentwicklung eingesetzt werden, bieten sie weitreichende Möglichkeiten in verschiedenen Anwendungsszenarien.
In diesem Vortrag wollen wir Ihnen das Versionsverwaltungstool Git näher bringen, damit Sie lernen, wie Sie Code, Daten oder auch Texte effektiv verwalten können, während Sie mit mehreren Personen an demselben Projekt arbeiten und gleichzeitig den Überblick über die verschiedenen Versionen behalten. Wir werden grundlegende Konzepte und Begrifflichkeiten von Git klären, sowie die wesentliche Funktionalitäten erläutern, die bei der Arbeit mit Git notwendig sind. Nach einer theoretischen Einführung werden die Inhalte am praktischen Beispiel mit GitLab und MS Visual Studio Code live vorgeführt.

"Forschungsdatenmanagement in Anträgen"
13:00 Uhr, 120 min, Max Schröder (Universitätsbibliothek Rostock)

Ziel des Workshops "Forschungsdatenmanagement in Forschungsanträgen" ist es Grundlagen und zentrale Konzepte im Forschungsdatenmanagement zu vermitteln, sodass Teilnehmer:innen einen Einstiegspunkt für die Planung des Datenmanagements in Forschungsanträgen erhalten. Vermittelt werden die wichtigsten Begriffe, Konzepte sowie Möglichkeiten der weiteren Recherche. Darüber hinaus werden Hinweise für die DFG Sachbeihilfe vermittelt.

 

 

Donnerstag, 15.02.2024

"Introduction to scientific metadata"
13:00 Uhr, 60 min, Julia Matela (Hochschule Wismar, DKMV)

Metadata plays an important role in the documentation of data and facilitates the implementation of the FAIR principles. The workshop aims to provide participants with a deep understanding of scientific metadata, its importance in research, and practical skills in creating, managing, and utilizing metadata for effective scientific data management and discovery.

"Why Play FAIR with Data?"
13:00 Uhr, 30 min, Esther Thea Inau (Universitätsmedizin Greifswald, DKMV)
Efforts made to make data findable, accessible, interoperable and reusable (FAIR) have shown to lead to a more transparent data stewardship in various scientific disciplines (1,2).  In this work we show the results of a scoping review which we conducted to explore the benefits of implementing the FAIR data principles in the health research.
References
1. Wilkinson MD, Dumontier M, Aalbersberg IjJ, Appleton G, Axton M, Baak A, et al. The FAIR Guiding Principles for scientific data management and stewardship. Sci Data [Internet]. 2016 Dec [cited 2022 Mar 29];3(1):160018. Available from: http://www.nature.com/articles/sdata201618
2. Suver C, Thorogood A, Doerr M, Wilbanks J, Knoppers B. Bringing Code to Data: Do Not Forget Governance. J Med Internet Res [Internet]. 2020 Jul 28 [cited 2023 Jan 10];22(7):e18087. Available from: http://www.jmir.org/2020/7/e18087/

Freitag, 16.02.2024

"Offene Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources) mit Hilfe des Jupyter Ökosystems"
13:00 Uhr, 30 min, Johannes Otto (Universität Rostock, DKMV)

Jupyter Notebooks verbinden erklärende Materialien wie Text, visuelle und interaktive Elemente mit der Möglichkeit Programmcode auszuführen und die Ergebnisse einzubetten. Diese Eigenschaften ermöglichen es hoch-qualitative offene Lehr- und Lernmaterialien (engl. Open Educational Resources, OER) zu erstellen, die sich insbesondere für Formate wie Distanz-Lernen und selbständiges Lernen eignen. Auch die unterstützende Nutzung in der Präsenzlehre, unter anderem durch das Bereitstellen von interaktiven Beispielen und modifizierbarem, unkompliziert ausführbarem Programmcode, bietet sich an. In dieser kurzen Einführung werden die Möglichkeiten von Jupyter anhand von Beispielen aus der Lehre im Bereich Signale und Systeme demonstriert. Außerdem wird gezeigt wie die Materialien mit Hilfe von offenen Werkzeugen, wie Git und Binder, zur Verfügung gestellt werden können.

"Wege zum Publizieren von Forschungsdaten"
13:00 Uhr, 45 min, Fabian Schmitt (Universitätsbibliothek Greifswald)

Ein wichtiger Teil des FDM ist die Publikation der Daten, um sie anderen Forschenden zugänglich zu machen. Um die Auffindbarkeit und Nachnutzung der Daten zu gewährleisten, ist die Veröffentlichung an einem geeigneten Ort, die Beschreibung mit Metadaten und die Ausstattung mit Persistent Identifiern unerlässlich. Der Beitrag zeigt verschiedene Publikationswege- und Möglichkeiten auf und benennt Aspekte, die unbedingt beachten werden sollten.