Digital Humanities to go
Kurze Einblicke in Digitale Tools und Methoden für Geisteswissenschaftler:innen
Digitale Tools und Methoden gewinnen in der geisteswissenschaftlichen Forschung zunehmend an Bedeutung, doch der Einstieg fällt vielen schwer, besonders wenn keine oder nur wenige Vorkenntnisse vorhanden sind. Mit der Online-Reihe „Digital Humanities to go" bieten die Universitätsbibliotheken Rostock und Greifswald niedrigschwellige Einblicke in digitale Methoden, ganz ohne Vorwissen: verständlich, praxisnah und in nur 20 Minuten.
Von automatisierter Texterkennung über Korpuslinguistik bis hin zur Netzwerkvisualisierung: Expertinnen und Experten aus Rostock und Greifswald stellen jeweils ein Tool oder eine Methode vor, die sich direkt in die eigene Forschung integrieren lässt.
Die Teilnahme erfolgt via Zoom:
Programm
Nie wieder mühsam abtippen? Ein kurzer Blick in KI-basierte Texterkennung mit Transkribus
27.10.2026, 13 Uhr: Caroline Müller/Fabian Schmitt (UB Rostock/UB Greifswald)
Sie arbeiten mit historischen Dokumenten, handschriftlichen Quellen oder umfangreichen Textbeständen? Dann lernen Sie in diesem zwanzigminütigen Coffee Talk Transkribus kennen – eine Anwendung, die Sie mithilfe KI-basierter Texterkennung bei der Erschließung und Bearbeitung historischer Materialien unterstützen kann. In einem kompakten Überblick zeigen wir Ihnen, was mit dem Tool möglich ist und wie Sie damit Ihre Arbeit erleichtern können. Kommen Sie vorbei und finden Sie heraus, ob Transkribus zu Ihrem Forschungsprojekt passt!
Meeting-ID: 672 1118 8577
Kenncode: 959927
Einblick in korpuslinguistisches Arbeiten mit NoSketchEngine und der Leipzig Corpora Collection
17.11.2026, 13 Uhr: PD Dr. Beate Kern (Uni Rostock, Institut für Romanistik)
Die Coffee Lecture richtet sich an Einsteiger:innen in korpuslinguistisches Arbeiten. Vorgestellt wird die Leipzig Corpora Collection. Diese Plattform stellt digitale Korpora, also große Textsammlungen, zu mehr als 250 Sprachen bereit, die direkt online über das Tool NoSketchEngine konsultiert werden können. In der Coffee Lecture werden Einblicke in das korpuslinguistische Arbeiten gegeben und wichtige Grundfunktionen von NoSketchEngine (Konkordanzen, Kollokationen) vorgestellt. An Beispielen zum Deutschen und Französischen wird exemplarisch gezeigt, wie Korpusanalysen zur Behandlung linguistischer Fragestellungen eingesetzt werden können. Die Coffee Lecture ist für ein breites Publikum konzipiert und setzt weder korpuslinguistische Kenntnisse noch Französischkenntnisse voraus.
Meeting-ID: 616 4939 3699
Kenncode: 305892
Automatisierte Transkription in der Forschung
8.12.2026, 13 Uhr: Dr. Andy Räder (Uni Rostock, Department WKT)
Wie lassen sich Interviews, Gespräche, Diskussionen und andere audiovisuelle Quellen effizient in Text überführen? Die Coffee Lecture gibt einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten automatisierter Transkription in der Forschung. Vorgestellt werden die Transkriptionsanwendungen noScribe und aTrain, die Whisper für die automatische Spracherkennung nutzen. Neben praktischen Einsatzmöglichkeiten werden auch Herausforderungen wie Transkriptionsqualität, technische Voraussetzungen und Datenschutz thematisiert.
Meeting-ID: 654 1575 4959
Kenncode: 153081
Netzwerkvisualisierung mit Gephi Lite am Beispiel von Figurenkonstellationen in Dramen
12.01.2027, 13 Uhr: Prof. Dr. Ulrike Henny-Krahmer (Uni Rostock, Institut für Germanistik)
Über die Plattform DraCor (https://dracor.org/) stehen Hunderte digitaler Dramentexte in verschiedenen Sprachen online zur Verfügung, die mit Textanalysetools untersucht werden können, was sowohl für linguistische als auch literaturwissenschaftliche Forschungen eine umfangreiche Datenbasis darstellt. Die Dramen werden nicht nur als Fließtexte bereitgestellt, sondern auch bereits in aufbereiteten Formaten, die sich für die Verwendung in weiteren Tools eignen. So gibt es auch Netzwerkdaten, welche direkt in das Visualisierungstool Gephi Lite importiert werden können. Die Coffee Lecture zeigt am Beispiel, wie Gephi Lite genutzt werden kann, um Figurenkonstellationen in Dramen visuell als Netzwerk darzustellen und zu analysieren.
Meeting-ID: 649 8509 7678
Kenncode: 515587




