Im Rahmen des innotreff MV – WiSSENschafftWiRTSCHAFT kamen in der Campusbibliothek Südstadt Unternehmen, Wissenschaft, IP-Expertinnen und -Experten sowie regionale Partner zusammen, um über den strategischen Umgang mit Innovationen und geistigem Eigentum zu diskutieren.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Sybille Bachmann, Prorektorin für Internationales, Transfer und Kommunikationskultur der Universität Rostock. Die Verbindung mit dem innotreff MV, der Wissenschaft und regionale Unternehmen zusammenbringt und den Austausch über Kooperationen und Technologietransfer fördert, bot den passenden Rahmen für die Rostocker Station der Roadshow. Welche Unterstützung Unternehmen auf dem Weg von der Idee zur erfolgreichen Innovation benötigen, zeigten die unterschiedlichen Perspektiven der Impulsgeber.
Dr. Erik Schreiber vom Patent- und Normenzentrum der Universitätsbibliothek Rostock stellte die Möglichkeiten regionaler Patentinformation und -beratung vor. Deutlich wurde dabei, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit bestehenden Schutzrechten und den eigenen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.
Auch die weiteren Beiträge machten deutlich: Gewerbliche Schutzrechte sind weit mehr als eine rechtliche Absicherung. Sie können ein strategisches Instrument der Unternehmensentwicklung sein – etwa beim Aufbau eines Patentportfolios, bei der Sicherung der eigenen Handlungsfreiheit, bei Lizenzierungen oder beim Risikomanagement.
Sven Olsen von der Industrie- und Handelskammer zu Rostock verwies auf die positive Entwicklung der Patentanmeldungen in Mecklenburg-Vorpommern: Von 2024 auf 2025 stieg ihre Zahl um 91 Prozent. Zugleich wurde deutlich, dass weiterhin Potenzial besteht, die Innovationskraft des Landes zu stärken und den Technologietransfer zwischen Unternehmen und Hochschulen auszubauen.
Im Mittelpunkt des anschließenden Podiumsgesprächs stand die Frage, wie Unternehmen und Hochschulen Innovationen erfolgreich von der Idee in die Anwendung bringen können. Diskutiert wurden unter anderem Geschäftsgeheimnisse, Hochschulpatente, Lizenzierungsmodelle und Patentbörsen. Einigkeit bestand darin, dass das Thema geistiges Eigentum möglichst früh mitgedacht werden sollte – bereits bei der Entstehung einer Idee und nicht erst, wenn eine Erfindung fertig entwickelt ist.
Besonders mit Blick auf den Technologietransfer aus Hochschulen wurde deutlich, wie wichtig geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote sind. Genau hier setzt das Patent- und Normenzentrum der Universitätsbibliothek Rostock an: Es unterstützt Forschende, Unternehmen und weitere Interessierte beim Zugang zu Patentinformationen und bietet Orientierung im Umgang mit gewerblichen Schutzrechten.
Der intensive Austausch beim anschließenden Get-together machte zudem deutlich, dass Innovation vor allem dort entsteht, wo Wissen, Expertise und Netzwerke zusammenkommen.
Ein herzlicher Dank gilt der IHK zu Rostock, dem Deutschen Patent- und Markenamt, dem VPP, der Universität Rostock Service GmbH, dem piznet und der DIHK für die engagierte Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung.
